Notariatszeichen des Christian Wierstraet an einer Urkunde 1469| Neusser Stadtarchiv

Gründungsgeschichte

der Neusser Scheibenschützen

Oberschützenmeister Hermann Straaten aus Anlaß des Jakobusfestes 1985

 

Jeder Bürger von Neuss hat­te im Mittelalter – wie in allen ande­ren deut­schen Städten – die Pflicht, sei­ne Stadt zu bewa­chen und im Notfalle mit der Waffe in der Hand zu ver­tei­di­gen. Die Bewachung erfolg­te nor­ma­ler­wei­se nur bei Nacht, in unru­hi­gen Zeiten auch bei Tage. Die Verpflichtung zur Bewachung und Verteidigung der Stadt über­nahm der Bürger mit dem Bürgereid, den er der Stadt Neuss bei der Aufnahme in das Bürgerrecht zu leis­ten hat­te. Die Bürgersöhne bei Erreichung der Volljährigkeit, die Zuwanderer bei Ihrer Einbürgerung.

Zu den Pflichten des Bürgers gehör­te es, sich die nöti­ge Bewaffnung zu ver­schaf­fen. Er muß­te einen brauch­ba­ren Harnisch besit­zen und war mit Hieb- und Stichwaffen ver­se­hen, man­che besa­ßen eine Schußwaffe. Als Schußwaffe ver­wand­te man zunächst nur den Bogen. Mit dem 14. Jahrhundert kam die Armbrust in Gebrauch, die dem Bogen an Schußweite und Treffgenauigkeit über­le­gen war. Ob sich Harnisch und Bewaffnung in gutem Zustand befan­den, wur­de auf Musterungen über­prüft, die regel­mä­ßig am 1. Mai statt­fan­den. Zeitweilig zahl­te die Stadt jedem Bürger für das Erscheinen mit sei­nen Waffen einen Quart Wein. Aber man kam spä­ter von die­ser Gewohnheit wie­der ab, viel­leicht wegen der hohen Kosten, denn die Stadt zähl­te zur Zeit des Höhepunktes ihrer Entwicklung um 1570 – also vor dem gro­ßen Brand im Jahre 1586 – mehr als 1.000 waf­fen­fä­hi­ge Bürger in ihren Mauern. An sich waren die gebo­re­nen Führer des Bürgeraufgebotes die Bürgermeister. Es gibt jedoch kein aus­drück­li­ches Zeugnis für die­se Behauptung. Auch Wierstraat, der Chronist der bela­ge­rung durch Karl den Kühnen, hat lei­der nicht gesagt, unter wes­sen Befehl das Bürgeraufgebot stand. Auch bei der Überrumpelung der Stadt durch die Anhänger des Truchsessen im Jahre 1584 befand sich unter den weni­gen Gefallenen einer der bei­den Bürgermeister. Man kann ver­mu­ten, daß ihn dies Geschick bei dem ver­geb­li­chen Versuch ereil­te, den Widerstand zu orga­ni­sie­ren.

Besser ist die mili­tä­ri­sche Organisation bekannt. Die Stadt war in 6 Kirchspiele genann­te Quartiere ein­ge­teilt mit je einer eige­nen Fahne. Die Bürger eines jeden Kirchspiels unter­stan­den einem vom Stadtrat ernann­ten Hauptmann, des­sen Vertreter der Fähnrich war. Die Stärke der Aufgebote der ein­zel­nen Kirchspiele betrug in der Zeit um 1415 etwa 120 – 140 Waffenfähige, unter­teilt in Rotten, die von einem Gefreiten geführt wur­den.

Im Rahmen die­ser Organisation kämpf­ten mit Schwert und Hellebarde aus­ge­rüs­tet Nahkämpfer neben den Bürgern, die neben dem Schwerte Armbrust oder Bogen führ­ten und den Feind bereits auf Distanz bekämp­fen konn­ten. Die Begriffe “Bogen und Armbrust” wer­den in alten Urkunden nicht säu­ber­lich getrennt. Das soll­ten wir aber unse­ren Vorfahren nicht nach­tra­gen, spre­chen doch auch wir heu­te von unse­ren Bogenschützen, obwohl die­se Nachbildungen der Armbrust tra­gen. Für die bogen- und arm­brust­füh­ren­den Bürger galt der Name: Schützengesellen.

Sie bil­de­ten spä­ter nach der Einführung der Feuerwaffe eine eige­ne Einheit. Diese Schützengesellen von Neuss grün­de­ten am Feste Allerheiligen, am 1. November 1415, – ent­spre­chend dem Brauch der dama­li­gen Zeit – eine Bruderschaft zum hl. Sebastianus, wel­che am 9. Oktober 1420 durch den Erzbischof Dietrich bestä­tigt wur­de. Über die­se Gründung nahm man eine Urkunde auf, die im Stadtarchiv auf­be­wahrt wird.

Wir besit­zen eine Fotokopie. Was waren nun die Ziele die­ser, unse­rer Bruderschaft? Sehen wir in die Satzung.

In der Einleitung heißt es: Im Namen Gottes – Amen. Zum Lobe und zu Ehren Jesu Christo unse­rem Herrn, sei­ner lie­ben Mutter Maria und dem hoch­ge­lob­ten Märtyrer St. Sebastianus zu Dienste haben die Schützengesellen in der Stadt Neuss eine Bruderschaft gegrün­det von nun an bis zu ewi­gen Zeiten.

Es fol­gen dann die Pflichten eines jeden Bruders. Wie im Mittelalter üblich, beginnt man mit den reli­giö­sen Pflichten. Ein jeder Bruder soll alle Sonntage drei Paternoster und drei Ave Maria beten und so Gott dan­ken, daß er dem hl. Märtyrer Sebastianus die Macht gege­ben hat, als Schutzpatron die Schützenbrüder zu beschir­men. Die Meister der Bruderschaft sol­len dafür Sorge tra­gen, daß alle Sonn- und Feiertage vor dem Bilde des hl. Sebastianus in der Münsterkirche wäh­rend der hl. Kreuzmesse eine gro­ße Wachskerze brennt und daß am Festtage des hl. Sebastianus, dem Patronatstag am 20. Januar, im Münster zwei Messen gele­sen wer­den. Eine Messe für die leben­den Brüder am Altar des hl. Sebastianus und für die Verstorbenen eine Messe am St. Nikolaus-Altar. Alle Brüder sind ver­pflich­tet, die­sen bei­den Messen bei­zu­woh­nen.

Sodann folgt ein Abschnitt über gegen­sei­ti­ge Hilfe. Wenn ein Bruder in Not gerät, sol­len die Meister ihm aus der Bruderschaftskasse den Lebensunterhalt zah­len solan­ge er des­sen bedarf und im Todesfalle auch für sei­nen Sarg auf­kom­men.

Ein wür­di­ges Begräbnis nach dem Tode war eines der Hauptanliegen des mit­tel­al­ter­li­chen Menschen. So sorgt auch die Bruderschaft für ein wür­di­ges Begräbnis eines jeden Bruders. Sie läßt im Falle des Todes in den nächs­ten 30 Tagen je eine Seelenmesse für sein Seelenheil beten. Sie sorgt außer­dem für ein wür­di­ges Begräbnis, an dem jeder Bruder teil­zu­neh­men hat.

Zu den Finanzen heißt es: Der Jahresbeitrag beträgt einen Brabanter-Schilling. Wer gegen die Satzung ver­stößt oder den Anordnungen der Meister nicht folgt, zahlt für jeden Fall der Zuwiderhandlung oder Widerrede eine Buße.

Vor allem soll ein jeder Bruder eine brauch­ba­re Armbrust im Werte von min­des­tens einem Rheinischen Gulden besit­zen und dazu alle Gerätschaften, die zum Schießen erfor­der­lich sind. Dies zur Wehr und zum Dienste der Stadt Neuss, wenn die Not es gebie­tet. Mitglied der Bruderschaft konn­te nur wer­den, wer über Jahr und Tag in Neuss wohn­te, der Stadt Neuss geschwo­ren hat­te, sich eines guten Rufes erfreu­te und einer ehr­ba­ren Beschäftigung nach­ging.

Geleitet wur­de die Bruderschaft von vier Meistern, von denen min­des­tens zwei in Neuss geerbt sein muß­ten, denen zur Verwaltung des Vermögens vier der älte­ren Brüder bei­gege­ben wur­den. In Neuss geerbt sein bedeu­te­te, in Neuss Besitz haben. An die­sem Besitz konn­te sich die Bruderschaft bei even­tu­el­len Unregelmäßigkeiten schad­los hal­ten.

Jährlich auf St. Sebastianus hat­ten die Meister und die Älteren vor der gesam­ten Bruderschaft Rechnung zu legen, wor­auf Neuwahlen erfolg­ten. Die Versammlung schloß mit einem gemein­sa­men Essen, zu des­sen Kosten ein Jeder durch eine Umlage bei­trug. Wer trotz Mahnung durch ver­stän­di­ge Brüder sei­ne Pflichten als Bruder nicht nach­kam, wur­de aus der Bruderschaft aus­ge­schlos­sen. Alle die­se Pflichten muß­te ein Bruder gegen­über dem Meister gelo­ben bei dem Eide, den er der Stadt Neuss geleis­tet hat. Die Satzung schließt mit dem Passus: Zum Zeichen der Richtigkeit die­ser Urkunde und des ewi­gen Bestandes der Bruderschaft ist die­ser Urkunde das gro­ße Siegel der Pfarrkirche von Neuss bei­gefügt. Gegeben am Tage Allerheiligen des Jahres 1415. Soweit ein stark ver­kürz­ter Auszug aus der Originalurkunde in unse­re heu­ti­ge Sprache über­tra­gen.

Die Statuten zei­gen uns ein anschau­li­ches Bild des Lebens der Bruderschaft. Nur über das Schießen erfah­ren wir nichts. Die Qualität der Armbrust wird durch ihren Wert defi­niert. Man kann­te ver­schie­de­ne Arten von Armbrüsten, die ein­zel­nen Arten waren jedoch nicht genormt. Eine ande­re Definition als über den Marktwert war daher kaum mög­lich. Ein Rheinischer Gulden dürf­te etwa dem durch­schnitt­li­chen Monatseinkommen eines Schützenbruders ent­spro­chen haben. Der Umgang mit der Armbrust war schwie­rig und auch nicht unge­fähr­lich, da die Bolzen eine erstaun­li­che Durchschlagskraft besa­ßen. Nur stän­di­ge Übungen gewähr­leis­ten die nöti­ge Sicherheit beim Umgang mit der Waffe und führ­ten zu guten Schießergebnissen. Die Stadt stell­te den Schützen hier­für den frei­en Raum längs der Stadtmauer zur Verfügung. Zur Belebung des Schießens fan­den von Zeit zu Zeit Schießwettbewerbe statt. Die Stadt stif­te­te die Preise.

Im Jahre 1474, also 59 Jahre nach der Gründung der Gesellschaft rück­te Karl der Kühne mit einem gewal­ti­gen Heere gegen Neuss, um die Stadt zu erobern. Die Neusser ent­schlos­sen sich, die Aufforderung zur Übergabe der Stadt abzu­leh­nen. Sicherlich nicht ganz frei in ihrer Entscheidung, son­dern stark beein­flußt durch die Anwesenheit des Bistumsverwesers und desi­gnier­ten Erzbischofs Hermann von Hessen, der mit 3.000 Rittern und Söldnern zur Verteidigung der Stadt ein­rück­te und daß Kommando über­nahm. Die Schützen konn­ten nun als Teil des städ­ti­schen Aufgebotes von ca. 900 Bürgersoldaten ihre Leistungsfähigkeit bewei­sen.

Die Belagerung dau­er­te wider Erwarten 46 Wochen. Schon nach drei Monaten, im November, war der ursprüng­li­che Vorrat an Pfeilen und Bolzen ver­schos­sen. Die Neusser stell­ten lt. Wierstraat von die­ser Zeit ab bis zum Ende der Belagerung am 28. Mai 1475 in Tag- und Nachtarbeit noch 70.000 Pfeile her. Das benö­tig­te Holz nah­men sie von den inzwi­schen geleer­ten Weinfässern. Insgesamt wur­den 100 Tonnen Pfeile ver­braucht, etwa 100.000 Stück.

Wir ken­nen den Anteil unse­rer Schützenbrüder an der Abwehr der Burgunder nicht. Daß sie eine wich­ti­ge Rolle gespielt haben, beleuch­tet die Tatsache, daß die Hilfstruppen der Stadt Bonn nach Ihrer Rückkehr in ihre Heimatstadt sogleich eine Bruderschaft grün­de­ten.

Am Ende sei­ner Darstellung gibt Wierstraat für künf­ti­ge Belagerungen eini­ge Ratschläge. So unter ande­rem, daß die Stadt einen Vorrat an brauch­ba­ren Armbrüsten nebst Zubehör anle­gen müs­se.
Wierstraat war da als Stadtschreiber nicht auf der Höhe der mili­tä­ri­schen Entwicklung. Jedenfalls war ein Teil der Neusser Schützen, die die Belagerung mit­er­lebt hat­ten, ande­rer Meinung.: Deshalb trenn­ten sich die Schützen, wie ab 1486 durch Urkunden nach­weis­bar. Man spricht dann von den Jungen Schützen im Gegensatz zu den alten Schützen. Nun wäre sicher­lich einen Generationenkonflikt denk­bar, etwa zwi­schen den glor­rei­chen Verteidigern und der Nachkriegs-Generation, aber das war nicht der Grund der Trennung. Es gilt als sicher, daß sich als Junge Schützen die­je­ni­gen abson­der­ten, die aus dem Verlauf der Belagerung gelernt hat­ten, daß die Armbrust ver­al­tet war und die Zukunft den Feuerwaffen gehör­te, wäh­rend bei den Alten Schützen, der ursprüng­li­chen Gesellschaft, die­je­ni­gen blie­ben, die vom Althergebrachten nicht abwei­chen woll­ten. So haben wir seit 1485 in Neuss zwei Schützengesellschaften. Beide zum hl. Sebastianus. Jede Gesellschaft hat­te ihre eige­ne Schießbahn ent­lang der Mauer. Die Alten Schützen am Zolltor bis etwa zu der Stelle, wo heu­te die Bürgergesellschaft steht, und die Jungen Schützen von da ab bis zum Windmühlenturm. Jede Schießbahn maß mehr als 100 Meter. Die Alten Schützen hiel­ten ihre Versammlungen und ihre Festessen im Haus zur Waage am Markt ab, wo sie im Jahre 1494 von der Stadt Neuss den Söller pach­te­ten.

In glei­cher Weise dien­te den Jungen Schützen der Speicher des städ­ti­schen Kaufhauses, der soge­nann­te Schützensöller als Heim. Beide Gesellschaften besa­ßen ihr eige­nes Vermögen an Renten und Einkünften und auch eige­nes Geschirr und Besteck für ihre Festessen. Diese Essen müs­sen wohl gele­gent­lich ein gewis­ses Unmaß ange­nom­men haben, jeden­falls sah der Stadtrat sich mehr­fach ver­an­laßt, mah­nend ein­zu­schrei­ten. Der Stadtrat führ­te über­haupt eine gewis­se Aufsicht über die Schützenbruderschaft. Satzungsänderungen bedurf­ten sei­ner Genehmigung.

Die Trennung der bei­den Schützengesellschaften blieb auch bestehen, als sich spä­ter die Alten Schützen von der Armbrust abwand­ten und zum Schießen mit Gewehren über­gin­gen und der ursprüng­li­che Grund zur Trennung ent­fiel. Die Alten Schützen schos­sen beim Königsschießen auf den Vogel, die Jungen auf die Scheibe.

Auch den Patronatstag beging jeder für sich. Am Festtag des hl. Sebastianus, am 20. Januar, fei­er­ten die Alten Schützen, die Jungen Schützen am Sonntag dar­auf, bei­de im Münster. Es war wohl schon damals schwer, ein­mal getrenn­te Bruderschaften wie­der zusam­men­zu­füh­ren. Aber die Not macht auch das mög­lich, und zwar geschah fol­gen­des: Im Verlaufe der Reformation tra­ten eini­ge Neusser Bürger zum neu­en Glauben über, auch waren man­che Zugezogenen pro­tes­tan­tisch. Die Erzbischöfe von Köln, die Landesherren also, ver­such­ten durch wie­der­hol­te Gebote den Stadtrat zu ver­an­las­sen, die Protestanten aus der Stadt aus­zu­wei­sen. Sie hat­ten hier­bei nur teil­wei­se Erfolg.

Um die Stadt wie­der fest für den alten Glauben zurück­zu­ge­win­nen, berief der Kurfürst Ferdinand von Bayern im Jahre 1599 die Jesuiten nach Neuss, zunächst nur zur Unterstützung der Seelsorge. Im Jahre 1615 ver­an­laß­te er dann die Errichtung eines Jesuiten-Gymnasiums. Diese höhe­re Schule, mit meh­re­ren Patres als Lehrkräfte, muß­te wirt­schaft­lich fun­diert wer­den. Der Kurfürst über­trug ihnen zunächst die Kirche und das Kloster der Minderbrüder, das die­se wegen des Verfalls der Klosterzucht ver­las­sen muß­ten. Er sprach ihnen fer­ner das Vermögen der Marien-Bruderschaft armer Kleriker in der ver­fal­le­nen Liebfrauen-Kirche zu, sowie die ren­ten der St. Annen‑, der St. Antonius- und der Nikolaus-Bruderschaft. Auch das Vermögen der Sebastianus-Bruderschaft der Alten Schützen soll­te ihnen zufal­len.

Die Brudermeister tra­ten für den Fortbestand ihrer Bruderschaften ein und such­ten ins­be­son­de­re deren Renten zu ret­ten. Dies gelang jedoch nur den Alten Schützen. Diese wand­ten sich im Jahre 1618 an die Jungen Schützen, die ja von der Beschlagnahme nicht betrof­fen waren. Sie boten an, sich unter Einbringung ihres Vermögens mit die­sen wie­der zu einer Bruderschaft zu ver­ei­ni­gen. Die Verhandlungen ver­lie­fen erfolg­reich. Am 5. Januar 1620 beschlos­sen die bei­den Bruderschaften in der Generalversammlung auf dem Schützensöller ihre Wiedervereinigung. Von nun an gab es also in Neuss wie­der nur eine Sebastianus-Bruderschaft der Schützen, deren Schießstand wegen des Baues der Zitadelle in den Wallgraben zwi­schen Hamtor und Niedertor ver­legt wur­de. So blieb es auch bis zum Einzug der fran­zö­si­schen Revolutionstruppen am 5. Oktober 1794. Die Bruderschaft muß­te ihre Waffen abge­ben und ihre Tätigkeit ein­stel­len, sie wur­de jedoch nicht auf­ge­löst.

Sie durf­te am 1. Germinal des Jahres 12, der einen und unteil­ba­ren Republik, oder am 22. März 1804 nach einer gründ­li­chen Satzungsänderung unter unse­rem heu­ti­gen Namen: Neusser Scheibenschützen-Gesellschaft von 1415 wie­der auf­le­ben.

 

Verehrte Gäste, lie­be Schützenbrüder!

Ich habe in die­ser Feierstunde in kur­zen Zügen über die Gründung unse­rer Gesellschaft und ihre Geschichte in den ers­ten Jahrhunderten ihres Bestehens berich­tet, weil ich glau­be, daß wir eine Tradition besit­zen, die es ver­dient hat, stär­ker auf­ge­hellt zu wer­den und uns allen bewuß­ter wer­den soll­te. Leider fehlt uns eine dem heu­ti­gen Stande der Erkenntnis ange­mes­se­ne Chronik. Zwar hat Gottfried Büsges im Jahre 1930 eine Geschichte der Neusser Scheibenschützen-Gesellschaft geschrie­ben, aber die­ses Werk ist heu­te infol­ge neu­er Forschungen, beson­ders unse­res Schützenbruders Joseph Lange, in vie­len Punkten über­holt.

Ich glau­be, wir soll­ten alles dar­an­set­zen, eine neue Chronik zu schaf­fen, die spä­tes­tens im Jahre 1990 – dem Jahre des 575-jäh­ri­gen Jubiläums unse­rer Gesellschaft – vor­lie­gen soll­te. Ich hof­fe auf Euer aller Zustimmung und Unterstützung.

Die Belagerung von Neuss von Conradius Pfettisheim

Darstellung des kai­ser­li­chen Heerlagers vor Neuss im Hausbuch Wolfegg (um 1480)

Limitierte Sonderausgabe zum 600-jäh­ri­gen Bestehen der Neusser Scheibenschützen-Gesellschaft von 1415 e.V.
Fraedrich-Nowag, Stefanie; [Hrsg.]: Neusser Scheibenschützen-Gesellschaft von 1415 e. V.

»Von jetzt an bis in ferns­te Tage«

600 Jahre Neusser Scheibenschützen

Die Geschichte der Neusser Scheibenschützen vom Mittelalter bis zur Gegenwart.
415 Seiten mit vie­len Abbildungen, Hardcover.

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